Astronomie

Mittwoch, 09 Mai 2007 00:20

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Am 27.4.2006 habe ich an einem Einführungskurs Astronomie teilgenommen

(Kursnummer: 0 112) von Dr. Michael Rappenglück (www.astrogilde.de)

 

Solare Röntgenstrahlung:

Geomagnetisches Feld:
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von n3kl.org

 

Faszinierender Sternenhimmel

 

Eine leicht verständliche Einführung in die Himmelskunde

 

INHALT:

 

1. Saturn,

2. Planeten mit Hülle,

3. Venus,

4. Mond,

5. Planetarische Nebel,

6. Uranus und Neptun,

7. Kometen,

8. Licht,

9. Kugelsternhaufen,

10. Galaxien,

11. Lokale Gruppe,

12. Physikalische Grenze der Beobachtung,

13. Horizont,

14. Milchstrasse und andere Galaxien,

15. Sternbilder,

16. Lokalisation von Sternen und Gradsystem,

17. Sterne anpeilen mit Faust und Daumen,

18. Geografische Länge,

19. Sonnendurchgang,

20. Polarstern (Polaris, α UMi),

21. Geografische Breite,

22. Bestimmung von Sternbildern,

23. Der große Wagen,

24. Casseiopeia,

25. Fixsterne,

26. Großer und kleiner Hund,

27. Regulus und Ekliptik,

28. Benennung von Sternen,

29. Scheinbare (relative) Größe (Helligkeit),

30. Beobachtungstipps,

31. Offene Sternhaufen,

32. Galaxien,

33. Kugelsternhaufen,

34. Magellansche Wolken und

35. Literaturtipps 

Astronomiekurs an der VHS Gilching

SATURN

Der Saturn ist 1,5 Mrd. km entfernt von der Erde. Eine Sonde würde 10-15 a

für diese  Entfernung brauchen. Der Durchmesser des E-Ringes beträgt ca.

260 000 km, also ca. die Entfernung Erde-Mond. Die Ringe haben

verschiedene Farben, wodurch man das Alter der Ringe datieren kann.

Sein Durchmesser beträgt etwa das Zehnfache der Erde. Der Saturn ist

nach dem Jupiter der zweitgrößte Planet des Sonnensystems. Der Jupiter

ist wie alle Planeten am besten zu beobachten, wenn er im Zenith steht, das

ist der höchste Punkt auf der Eklipse. Auf ihm toben Wirbelstürme, mit einem

Durchmesser von 100 000– 200 000 km. Seine Atmosphäre bzw. Gasschicht

hat eine Höhe von 60 000 km, wobei die Erde nur 600 km hat. Der Jupiter ist

wie die Erde abgeplattet und an den Polen im Schnitt 8 000 km kleiner.

Man geht davon aus, dass die Saturnringe aus zerplatzten Monden, deren

Teile zerstreut sind, hervorgegangen sind. Uranus und Neptun haben solche

Ringe. In der Mythologie als doppelköpfige Schlange dargestellt.

 

PLANETEN MIT HÜLLE

Bei der Beobachtung der Planeten kann man die mit einer Lufthülle von den

hüllenlosen unterscheiden. Die Spitzen der halbmondförmigen Sichel von

beschienen Planeten sind durch die Atmosphäre abgerundet, weil das Licht

von der „Lufthülle“ gestreut werden. Die hüllenlosen haben im Gegensatz dazu

scharfe Spitzen.

 

VENUS

Auf der Venus herrschen 500 °C bei einem CO2-Gehalt von 96 %, einem

Luftdruck von 100 bar (Erde: 1 bar), wobei der Durchmesser mit dem

Erddurchmesser fast identisch ist (dØVenus = 12650 km, dØErde =

12073 km).

 

MOND

Das leichtbläuliche „Neulicht“ des Mondes, kurz nach dem Neumond,

kannten schon die Ägypter. Es handelt sich um eine lasurfarbenes

also durchscheinendes Licht, das von der blauen Erde reflektiert wird.

Die künstlichen Bärte der Pharaonen sind in diesem Blau gehalten.

Man erkennt schon mit bloßem Auge die Mondmeere. Es handelt sich

dabei um mit Magma voll gelaufene vulkanische Krater.

 

PLANETARISCHE NEBEL

Die früher irrtümlich als planetarische Nebel bezeichneten

Himmelserscheinungen sind keine Planeten mit Hülle, sondern

Sternleichen. Diese Staub- und Gaswolken stammen von zerplatzten

Sternen. Der Eskimonebel (NGC 2392, MG 10) ist ein gutes Beispiel.

Es gibt jedoch auch Nebel, die Sternengeburtsorte sind. Dazu gehört

der Orionnebel (M42, NGC 1976, 1500 LJ) mit seinen Molekülwolken.

 

URANUS UND NEPTUN

Seine 5 Monde sind zu sehen. Uranus braucht für einen Sonnenumlauf 

84 a. Der Neptun vergleichsweise 163 a. Er ist 5 Mrd. km entfernt,

das entspricht 6 Lichtstunden. Sein Durchmesser ist viermal so groß

wie der der Erde. Besonders gut sind Uranus und Neptun im Juli und

August zu beobachten.

 

KOMETEN

Kometen werden so beobachtet, dass der vorderste Kopf des Komets

scharf gestellt wird. Trifidnebel (HP 92459, MG 8,06, 982,4 LJ) besteht

aus Gas und Staub.

 

LICHT

Im Vakuum breitet sich Licht unbehindert aus (Vlicht= 300 000 km/s).

 

KUGELSTERNHAUFEN

Kann bis zu 10 Mrd. Jahre alt sein. 10-100 LJ entfernt. 0,5 Mio. Sterne

 

GALAXIEN

200-300 Mrd. Sonnen pro Galaxis. Entfernung zischen zwei unserer

Milchstrasse und Andromeda-Galaxie 20 Mio. LJ.

 

LOKALE GRUPPE

1600 Galaxien, Galaxienhaufen, welche sich wiederum im

GROSSEN ATTRAKTOR sammeln.

 

PHYSIKALISCHE GRENZE DER BEOBACHTUNG

Durch die Geschwindigkeit von Licht (c = 300 000 km/s) liegt die Grenze für

alle Beobachtungsgeräte theoretisch und physikalisch bei 160 Mrd. LJ.

Heutige Teleskope erreichen eine Beobachtbarkeitsgrenze von 6 Mrd. LJ,

mit Photografie 10 Mrd. LJ. Veranschaulichen kann man das durch ein

Gedankenexperiment:

Eine Taschenlampe fliegt mit Lichtgeschwindigkeit.

Schaltet man nun das Licht an und blickt in den Lampenlichtstrahl hinein, so

würde man denken, dass die Lampe aus ist. Das gesamte abgestrahlte

Licht der Lampe bleibt wörtlich gesagt auf der Strecke und ist demnach

nicht zu erkennen.

 

HORIZONT

Horizont  (griechisch: horízon (kýklos) „begrenzend(er Kreis)“)

= Gesichtskreis, Grenze. => natürlicher Horizont nur identisch auf dem

Meer (= Kimm) oder großen Ebenen => mathematischer Horizont

 

MILCHSTRASSE UND ANDERE GALAXIEN

Im Winter und im Sommer ist die Milchstrasse (von griechisch: "Gala" = Milch)

am besten zu beobachten. Dazu gehören besonders Sternhaufen,

Kugelsternhaufen und planetarische Nebel. Im Frühling und im Herbst kann

man besser in den intergalaktischen Raum blicken (vgl. Grafik 12).

 

STERNBILDER

Die gesamten Sterne der Himmelskugel sind zu vom Menschen erfundene

Sternbilder, also Verbindungen zwischen den hellsten Sternen,

zusammengefasst (vgl. Grafik 1).

 

Grafik 1: Kleiner und großer Löwe (Gratis Programm www.stellarium.org)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt wurden 50 Sternbilder aus Gründen der Übersicht gestrichen. Die alten

Sternbilder sind relativ einprägsam. Zum Erlernen der Sternbilder ist ratsam,

die Zirkumpolarsternbilder zu lernen und sich Sternbild für Sternbild weiter

vom Polarstern ausgehend zusätzliche Sternbilder anzueignen.

 

LOKALISATION VON STERNEN UND GRADSYSTEM

Der höchste Punkt eines Sterns im Süden wird Kulmination genannt.

Das entspricht etwa der Sonnenstellung zur Mittagszeit, wenn die Sonne

am steilsten zur Erde scheint.

 

Grafik 2: Kulmination (höchster Punkt) und  Meridian (Mittagslinie)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Gradsystem (vgl. Grafik 3) lässt sich die westliche bzw. östliche Breite messen.

Das ist die so genannte Breitenbestimmung.

Grafik 3: Zenith (Höchstpunkt), Nagir (Fußpunkt) und Gradsystem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

STERNE ANPEILEN MIT FAUST UND DAUMEN

Man kann Sterne mittels einer Faustregel bzw. „Daumen mal Pi“ anpeilen und so die

eigene Position bestimmen. Eine Faust über dem Horizont entspricht etwa 10°, ein

Daumen etwa 2° und ¼ Daumen entspricht 1°. Damit kann man näherungsweise die

Höhe jedes Sterns z.B. die Höhe des Polarsterns bestimmen.

 

Grafik 4: Höhenpeilung von Himmelsobjekten ohne Instrumente

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon die antiken Seefahrer konnten somit anhand des Polarsterns

(Polaris) die geographische Breite (Nord-Süd-Position) bestimmen.

Für München beträgt die Höhe des Polarsterns konstant 48,06°.

Ohne genaue Uhren waren sie bei West-Ost-Reisen immer an den

Sichtkontakt zur Küste angewiesen.

 

GEOGRAFISCHE LÄNGE

Tagsüber kann mit einer Uhr auch den Meridiandurchgang der Sonne

zur Bestimmung der Ost-West-Position verwenden. Man braucht keinen

Sextanten. Dazu muss man freilich die Himmelsrichtung Süd wissen

(kleiner Zeiger auf die Sonne, Winkelhalbierende zwischen großem

Zeiger und der 12 auf dem Ziffernblatt). Hat man beispielsweise beim

Durchgang der Sonne die Uhrzeit 12:12 h, das macht -1 h Sommerzeit

11:12 h. Woher kommt die zusätzliche 1h und die 12 min? Das Gradnetz

der Welt ist durch den 0° Meridian in Greenwich festgelegt. England ist

durch die Zeitzonen 1 h früher, als die MEZ (Mitteleuropäische Zeit). Das

macht dann wieder 12:12 h. Die zusätzlichen 12 min sind exakt durch die

geographische Breite des Beobachtungsorts (München 11°48“) zu erklären.

Erst durch die Erfindung guter Uhren (Schiffschronometer) war eine sichere

Seefahrt mit Positions- und Kursbestimmung möglich. Ein englischer

Uhrmacher, J. Harrison entwickelte 1761 das erste mobile Chronometer.

 

SONNENDURCHGANG

Die Sonne wandert, über das Jahr gemessen an dem Meridian (= Mittagslinie

vgl. Grafik1) auf und ab. Man nennt den Durchgang der Sonne von links nach

rechts durch die Mittagslinie auch „Transit“. In München beträgt das durch die

geografische Höhe (48° 06“) bedingte Maximum der Sonnenposition auf der

Mittagslinie bei der Sommersonnenwende (SSW = 21.Juni) 58°. Während

der Wintersonnenwende (WSW = 21.Dezember) 18°. Dazwischen liegen die

zwei Tagundnachtgleichen an denen die Sonne genau im Osten aufgeht mit

42° (TNG: Frühlingstagundnachtgleiche = Frühlingspunkt oder

Frühlingsäquinoktium = 21.März; Herbsttagundnachtgleiche = 23.September). 

POLARSTERN (Polaris, α UMi)

Der Polarstern (Polaris in Ursa minor (UMI) = kleiner Bär) liegt genau auf

der Verlängerung der Erdachse im Norden. Damit weist er auf den nördlichen

Polpunkt. Er wurde von den Arabern als Arukba bezeichnet. Während alle

Sterne sich scheinbar bewegen, steht der Polarstern (kleiner Bär, αUMi)

immer fest im Norden (vgl. Grafik 5). Durch die Verlagerung der

Rotationsachse der Erde (Präzession) ändert sich der Polpunkt über

die Jahrtausende. So weist zur Zeit des Pyramidenbaus (ca. 2500 v. Chr.)

ein Luftschacht der Cheopspyramide auf den Stern Tubahn (αDra, MG 3,96,

308,86 LJ) im Sternbild Drachen.

Grafik 5: Erdäquator, Erdachse und Polarstern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zirkumpolarsterne sind die Sterne, die sich kreisförmig um

den Polarstern drehen (vgl. Grafik 6). Dazu gehören Cepheus und

Kassiopeia. Am Nordpol bzw. Südpol gibt es am meisten

Zirkumpolarsterne zu beobachten; am Äquator nur wenige.

Grafik 6: Polarstern und Zirkumpolarsterne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GEOGRAPHISCHE BREITE

Die geographische Breite für München beträgt 48,05° nördliche Breite.

In Kairo, Ägypten beispielsweise sind das nur 30° und am Äquator in Quito,

Ecuador 0°. Der Polarstern fällt somit mit dem Fußpunkt (Nagir) auf dem

Horizont im Norden zusammen. Dadurch haben die meisten Sterne eine zum

Horizont senkrechte Bahn. Durch die besondere Situation geht um 6:00 h die

Sonne annähernd im Osten (exakt im Osten nur zur TNG) auf und um 18:00 h

wieder unter, wobei es keine Zeit der Dämmerung gibt.

Grafik 7: Senkrechte Bahnen der Sterne am Erdäquator (z.B. Quito, Equador)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BESTIMMUNG VON STERNBILDERN

Zum Erlernen der Sternbilder sollte man mit den Zirkumpolarsternen und

ihren Sternbildern beginnen. Zu den wichtigsten und einfachsten Sternbildern

gehören der Große Wagen und die Kassiopeia. Der Große Wagen im Sternbild

großer Bär ist besonders leicht zu erkennen. Die Verlängerung der „Heckklappe“

des großen Wagens nach oben um die fünffache Länge der „Heckklappe“ weist

direkt auf den Polarstern (Polaris). Die zwei helleren Sterne des kleinen Wagens

im Sternbild kleiner Bär sind nur bei einer guten Beobachtungsnacht mit bloßem

Auge zu sehen (vgl. Grafik 8).

Grafik 8: Auffinden des Polarsterns mit Hilfe des großen Wagens  

 

CASSEIOPEIA

Man kann alternativ auch das Sternbild Cassiopeia, ein aus fünf Sternen

gebildetes W, verwenden. Dazu verbindet man die Beiden oberen Enden des

Ws miteinander und halbiert die Strecke. Dann zieht man eine Linie zwischen

der mittleren W-Spitze mit dem Punkt der halben Strecke nach oben bis zum

nächsten hellen Stern. Das ist der Polarstern (vgl. Grafik 9). Bei guter Sicht kann

man auch das Fünfeck der Konstellation Cepheus verwenden um den Polarstern

zu finden.

 

Grafik 9: Finden des Polarsterns mit Kassiopeia, Cepheus und Drache

DER GROSSE WAGEN

Der große Himmelswagen ist kein offizielles Sternbild, sondern ein Asterismus.

Dieses Sternbild ist jedoch schon lange bekannt und der lange Schwanz des

Bären im Sternbild Großer Bär (UMa) könnte auf einen langschwänzigen

Höhlenbären zurückgehen, wie ihn schon die Neandertaler kannten.

 

Grafik 10: Sternbild großer Bär mit langen Schwanz (www.stellarium.org)

 

Bei den Griechen wird der Schwanz dadurch erklärt, dass Zeus der Göttervater den

Bären am Schwanz in den Himmel geschleudert hat. Die Römer nannten das

Sternbild mit den sieben Sternen „septentrialis“, die sieben Dreschochsen. Als

Trauerzug erkannten die Araber das Sternbild. Die nordamerikanischen Indianer

sahen in ihm einen Schöpflöffel. Die Ägypter nannten ihn „Meschketiu“, das große

Ochsenbein. Die Mayas gaben ihm den Namen „Hun Rakan“, Huhnbein. Die Winde

aus dem Norden, das sind tropische Wirbelstürme, die im Golf von Mexiko entstehen,

wurden Hurakan genannt. Daher hat das Wort Hurrikan seine Wurzel.

 

FIXSTERNE

Die Sterne am Himmel gehören zu den unveränderlichen Sternen. Weil in der Antike

die Planeten noch nicht erkannt wurden, wurde den feststehenden Sternen der Name

Fixsterne gegeben. Die Griechen kannten schon nicht mehr, dass der Morgen- und

Abendstern eigentlich der Planet Venus ist. Im Gegensatz dazu war dieses

Planetenwissen schon vorher den großen Hochkulturen bekannt. Die Fixsterne sind

aber tatsächlich über große astronomische Zeiträume nicht feststehend auf der

Himmelskugel. Vielmehr bewegen sie sich im Zickzackkurs in alle Richtungen.

 

GROSSER UND KLEINER HUND

Die  hellsten Sterne sind Procyon  (αCMi, HP 37279, MG 0,42, 11,41 LJ, kleiner

Hund, bzw. „Vorhund“) im Sternbild kleiner Hund (Canis minor, CMi) und Sirius

(MG -1,6, 8,7 LJ) im Sternbild großer Hund. Beide Sternbilder liegen östlich und

südöstlich des Orion. Sirius (αCMi, HP 32349, MG -1,42, 8,6 LJ) oder auch

Hundsstern genannt, leuchtet heller als Procyon, obwohl Procyon eine Größenklasse

höher ist. Zur Sommersonnenwende (SSW = 21.Juni) geht Sirius (griechisch:

Seirios = „brennend“) im Morgengrauen auf. Im Altertum brachten die Griechen

diese Konstellation mit der sommerlichen Hitze der folgenden Monate Juli und

August in Verbindung. Dieser Zeitraum wird auch heute noch als Hundstage

bezeichnet. Die Ägypter brachten das Aufgehen des Sirius (ägyptisch: Sothis) mit

dem Ansteigen des Nils in Verbindung, was eine reiche Ernte bedeutete. Die

ägyptische Zeitrechnung basierte auf den so genannten Sothisjahren. Viele

ägyptische Tempel wurden so gebaut, dass das Licht des Sirius bis in die inneren

Kammern reichte. Erst seit kurzem (1862) ist bekannt, dass der Stern taumelt,

also noch einen Begleitstern hat (Sirius B). Dieses Doppelsternsystem war dem

afrikanischen Urvolk der Dogon bereits vorher bekannt (Dogon-Rätsel).

 

REGULUS UND EKLIPTIK

Im Sternbild Löwe (lateinisch: Leo) ist der hellste Stern Regulus (α-Leonis, von

griechisch „Basilikus“ = kleiner König, HP 49669, MG 1,4, 85 LJ). Die

Besonderheit ist, dass dieser Stern exakt auf der Ekliptik (lateinisch: linea

ecliptica) liegt. Diese ist eine Projektion des Erdäquators an die Himmelskugel.

Durch die Neigung der Erdachse steht diese Kreisbahn scheinbar schief. Die

Ekliptik ist anders gesagt die Ebene, mit der die Erdumlaufbahnbahn um die

Sonne die gedachte Himmelskugel schneidet. Sie wird so genannt, weil

Verfinsterungen des Mondes oder der Sonne (griechisch Eklipsen) nur auftreten,

wenn sich der Mond auf diesem oder in der Nähe dieses Kreises befindet.

Die Sonne, der Mond und die Planeten bewegen sich auf der Ekliptik. Die

Ekliptik wird in der Astrologie in 30° Sektoren unterteilt, in denen sich die 12

Tierkreiszeichen befinden. Die Bahnen der anderen Planeten scheinen über

lange Zeiträume gesehen auf der Ekliptik zu zittern. Das ist eine optische

Täuschung, die dadurch zustande kommt, dass die Erde manche Planeten

überholt, bzw. von Merkur und Venus überholt wird.

 

BENENNUNG VON STERNEN

Die Sterne wurden entweder nach ihren historischen arabischen, ägyptischen

oder römischen Namen benannt. Die für uns sichtbaren Sterne befinden sich

alle in unserer Milchstrasse. Die dunkleren Sterne werden meist mit der

Abkürzung des Sternbildes und dann der Helligkeit abwärts mit dem griechischen

Alphabet (α, β, γ, δ, ε, ζ, η, θ, ι, κ, λ,…) bezeichnet. Heute gibt es

Katalogbezeichnungen wie z.B. HIP 47011 oder den Messierkatalog (Mxy).

Da es pro Galaxie 200 000 – 300 000 Sterne gibt, reichen die aktuellen

Sternenkataloge nicht aus.

 

SCHEINBARE (RELATIVE) GRÖSSE (HELLIGIGKEIT)

Die Helligkeit eines Sterns resultiert aus den Faktoren Sterngröße und Entfernung.

Man hat als den Polarstern (Polaris) als Eichmaß für alle Sterne gewählt. Die

Helligkeit MG (Magnitudo) ist eine logarithmische Größenklasse. Demnach sind

Sterne der 1. Größenklasse 2,512mal heller als die der 2.Größenklasse.

Die heutige Größenklasseneinteilung geht auf die sechsstufige Einteilung von

Ptolemäus zurück: Die hellsten Sterne wurden als Sterne 1.Größe, die

lichtschwächsten (mit dem bloßen Auge sichtbaren) als Sterne 6. Größe

(ca. 9000) bezeichnet. Die vom Auge empfundenen Helligkeitsdifferenzen sind

dem Logarithmus der Intensitätsverhältnisse proportional. Es gibt 20 Sterne, die

heller als MG 1,5 sind.

 

Tabelle 1: Helligkeiten verschiedener Himmelsobjekte

 

Name

Helligkeit

Aldebaran

   1,1

Altair

   0,8

Wega

   0,1

Sirius

  -1,6

Sonne

-26,7

Mond

Vollmond

-12,5

Halbmond

-10

Planeten

Merkur

-1,2

Venus

-4,4

Mars

-3,1

Jupiter

-2,7

Saturn

-0,6

Uranus

5,3

Neptun

7,5

Pluto

14,7

 

Wega (0,1) und Uranus (5,3) sind gerade noch mit bloßem Auge sichtbar.

Mit dem Feldstecher kann man MG 7 bis MG 12 sehen (Ø= mind. 70 mm).

Das sind dann ca. 2-12 Mio. Sterne. Hubble kann noch ein Feuer auf dem

Pluto erkennen (MG 28).

 

BEOBACHTUNGSTIPPS

Am besten eignet sich die Zeit des Neumonds, wenn die Sterne nicht vom

Mond überstrahlt werden. Allgemein sollte man Lichtverschmutzung durch

Siedlungen usw. vermeiden. Im ersten Viertel des Mondes, über den

Halbmond bis zum letzten Viertel sind noch Beobachtungen möglich. Selbst

bei Vollmond kann man noch die hellsten Sterne sehen. Mit einem

Feldstecher kann man bereits planetarische Nebel außerhalb unserer

Milchstrasse sehen. Empfehlenswerte Objekte sind folgende.

 

Offene Sternhaufen

-Trifidnebel (M20, NGC 6514, MG 6,3)

-Lagunennebel (M8, NGC 6583, MG 5,0)

 

Galaxien

-Adlernebel (M60, NGC 4649, MG 8,8)

-Andromedanebel (M31, NGC 224, MG 3,6, 2,5 Mio. LJ)

 

Grafik 11: Nachbargalaxie Andromedanebel (M31) (www.stellarium.org)

 

 

-M95 (NGC 3351, MG 9,7) und M96 (NGC 3369, MG 9,3)

-Whirlpoolgalaxie (M51, NGC 5194, MG 8,4) verwendet mit Hubbel-

Teleskop zum Bestimmung des Alters des Universums.

 

Kugelsternhaufen (globular cluster)

-M53 (NGC 5024, MG 7,7) im Sternbild Coma Berenices (Haar der Berenike),

Polpunkt auf der Achse unserer Milchstrasse  

-M3 (NGC 5272, MG 6,4)

 

MAGELLANSCHE WOLKEN

Das sind kleine, unregelmäßige Galaxien, in relativer Nähe der Milchstraße.

Die Große Magellan’sche Wolke (LMC = Large Magellanic Cloud, 150 000 LJ)

im Sternbild Schwertfisch und die Kleine Magellan’sche Wolke

(SMC = Small Magellanic Cloud, 173 000 LJ) im Sternbild Tukan sind in der

südlichen Hemisphäre mit bloßem Auge sichtbar. Es gibt auch noch kleinste

Magellan’sche Wolken (MMC = Mini Magellanic Cloud). Eine Supernova konnte

1987 in der Großen Magellan’schen Wolke beobachtet werden. Solche Objekte

können neue außerhalb der galaktischen Ebene beobachtet werde, weil sie

dort nicht überstrahlt werden.

 

Grafik 12: Ausblick aus unserer Milchstrasse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LITERATURTIPPS

 

KOSMOS Himmelsjahr für Anfänger, € 15

Astronomisches Jahrbuch

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Mein Teleskop (Fernrohre und Zubehör)

Astronomie für Einsteiger

 

Gratis Sternenbeobachtungsprogramm www.stellarium.org

 

1. Saturn, 2. Planeten mit Hülle, 3. Venus, 4. Mond,

5. Planetarische Nebel, 6. Uranus und Neptun, 7. Kometen,

8. Licht, 9. Kugelsternhaufen, 10. Galaxien, 11. Lokale Gruppe,

12. Physikalische Grenze der Beobachtung, 13. Horizont,

14. Milchstrasse und andere Galaxien, 15. Sternbilder,

16. Lokalisation von Sternen und Gradsystem,

17. Sterne anpeilen mit Faust und Daumen,

18. Geografische Länge, 19. Sonnendurchgang,

20. Polarstern (Polaris, α UMi), 21. Geografische Breite,

22. Bestimmung von Sternbildern, 23. Der große Wagen,

24. Casseiopeia, 25. Fixsterne, 26. Großer und kleiner Hund,

27. Regulus und Ekliptik, 28. Benennung von Sternen,

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31. Offene Sternhaufen, 32. Galaxien, 33. Kugelsternhaufen,

34. Magellansche Wolken und 35. Literaturtipps

 

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Diese Website wurde zuletzt aktualisiert: 09.05.07